Seelenstreichler: Sie küssen und sie lieben sich

RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck zeigt vom 25. Januar bis zum 2. März über 150 Arbeiten von 29 Künstlern aus 12 Nationen

Sie sehen aus wie zu groß geratene Streichhölzer. Die Hölzer sind ganz offensichtlich längst abgebrannt und krümmen sich zu eigentümlichen Bewegungen. Es ist dem kreativen Auge des Künstlers zu verdanken, der darin Menschen und menschliche Regungen entdeckt. Paarweise aufgestellt scheinen sie sich zu begegnen, miteinander zu sprechen und zu tanzen. „Sie küssen und sie lieben sich“, lacht Künstler und Galerist Rudi Fred Linke aus Wolbeck.

 

Rudi Fred Linke hat sich in der Tat von abgebrannten Zündhölzern zu den ebenso filigranen wie schwergewichtigen Kunstwerken, den „Seelenstreichlern“ inspirieren lassen. Sieben knapp 60 Zentimeter große Exemplare dieser Bronzefiguren und zwei mannshohe Plastiken sind ab 25. Januar in der neuen Ausstellung der RUDIFREDLINKEGALERIE in Wolbeck zu bewundern.

 

Ab Samstag präsentiert Galerist Rudi Fred Linke auf 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche bis zum 2. März mehr als 150 ausgewählte Werke von 29 Künstlerinnen und Künstlern aus 12 Nationen. Gezeigt werden Gemälde und Grafiken sowie eine Reihe sehenswerter Skulpturen.

 

Vertreten sind so bekannte und arrivierte Künstlerpersönlichkeiten wie Pablo Picasso, Salvador Dali, Gustav Klimt, der mexikanische Bildhauer, Maler und Modedesigner Sergio Bustamante, der in Syrien geborene Bahram Hajou, der Meisterschüler von Joseph Beuys Hartmut „Hacky“ Ritzerfeld, Jacky Stappers aus den Niederlanden und Richard Brixel aus Schweden um nur einige Künstler zu nennen.

 

Die Besucher können abstrakte Gemälde sehen, darüberhinaus realistische, ja sogar foto- und hyperrealistische Arbeiten. Der Mix an Techniken, Arbeitsweisen und Stilen ist inspirierend. Er reicht von der Popart bis zum Informel. Die Bandbreite der Künstler ist entsprechend groß. Die Liste der “Internationalen Künstler der Galerie” bildet ein Künstler-ABC. Der Bogen spannt sich von A wie Otmar Alt bis Z wie Alexander Zakharov.

 

Ganz frisch eingetroffen: Arbeiten von HAP Grieshaber, Horst Antes, Ina-Griet Raatz-von Hirschhausen, Gabriele Hungerberg, Jochen Burk und Andy Moebius.

 

Eine Kabinett-Ausstellung ist dem berühmten russischen Avantgardisten Kasimir Malewitsch gewidmet. Die Galerie präsentiert 15 seltene Lithografien mit Kostümentwürfen zu der futuristischen Oper „Sieg über die Sonne“. Diese Oper wurde 1913 uraufgeführt. Auf dem Bühnenvorhang erstmals gezeigt: das berühmte „Schwarze Quadrat“ von Malewitsch. Das Gemälde „Das Schwarze Quadrat auf weißem Grund“ wurde zwei Jahre später 1915 auf Leinwand ausgestellt. Es gilt als das Gründungs-Manifest des sogenannten Suprematismus. Das Gemälde wird bis heute als ein Meilenstein in der modernen Malerei gesehen und wird gerne als „Ikone der Moderne“ bezeichnet.

 

 

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag von 12.00 bis 17.00 Uhr