Jenseits aller Wirklichkeit
Siegfried Zademack stellt in Wolbeck aus /
Vernissage zur Nacht der Museen und Galerien

Der nack­te Engel ist zum Greifen nah. Die geheimnisvolle Figur möchte man berühren, so realistisch erscheint sie auf der Leinwand. Das virtuose Spiel mit dem Licht und den Schat­ten lässt sie beinahe plas­tisch hervor­treten. Und doch sind die rätselhaften Kompositionen schon jenseits aller Wirklich­keit.


In der Rudi-Fred-Linke-Gale­rie werden vom 31. August bis zum 10. Novem­ber 60 Gemälde des Malers Sieg­fried Zademack ge­zeigt. Es ist die größ­te Einzelausstellung des fantastischen Realisten – einer der bekanntesten Vertreter der Künstlergruppe „Neue Meister“. Die Ge­mälde vonZademack sind artifiziell und akri­bisch auf Leinwand oder Holz gebracht.
Die sorgsam komponier­ten Figuren und Accessoires könnten einem Traum ent­sprungen sein. Dabei inte­ressieren Zademack voral­lem Gefühle und Wirkun­gen. „Zademack möchte sich beim Malen vor aller Ratio­nalität von tieferen Schich­ten seines Bewusstseins be­rühren und führen lassen“, schreibt die Galerie in einer Pressemitteilung.
Bevor Siegfried Zademack mit dem Malen anfing, hatte er bereits Bilder im Kopf, die er noch nicht umzusetzen vermochte. Ihm fehlte schlichtweg die dafür not­wendige Technik. „Ich habe mich in dieser Zeit immer wie ein Maler gefühlt, der nicht malen kann, auch wenn ich das natürlich nie­mals zugegeben hätte“, erin­nert sich Zademack.


Der Besuch der Bremer Kunstschule überzeugte ihn allerdings schnell davon, dass er an der Akademie nicht lernen konnte, was er lernen wollte. So ging Zade­mack den Weg des Selbststu­diums, besuchte Museen und Galerien, um sich in die Techniken der alten Meister zu vertiefen. „In dieser Zeit hat der Handwerker in mir sich herausgefordert gefühlt, und ein unerklärlicher, star­ker Antrieb hat mich wie einen Besessenen zur Arbeit angetrieben“, sagtder Maler heute.


Siegfried Zadernack gehö­re zu den zeitgenössischen Künstlern, die sich entgegen dem vorherrschenden Main­stream der gegenständlichen Kunst verpflichtet hätten. Im doppelten Sinne arbeite Za­demack also altmodisch, an­ders als die meisten seiner Kollegen.


..... Textauszug aus Quelle: Westfälische Nachrichten  vom Samstag, 17. August 2013


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