WN Presseartikel - Neues von der meerumtosten Insel

Der Galerist Rudi Fred Linke hat wieder gefischt – und präsentierte am Samstag in der Galerie am Mühlendamm viel Abwechslung für neugierige Augen. „Sylt ruft, und das zum zweiten Mal“ begrüßte Linke die vielen Gäste zur Ausstellung „Sylter Impressionen und Freunde“.

 

So hat er erstmals Jacky Stappers mit 27 Keramik-Werken sowie Bronze-Kreationen nach Deutschland geholt – sie stellt sonst in Belgien, Frankreich und in ihrer Heimat, den Niederlanden, aus. Sie brauche keine weiteren Ausstellungen, erzählt sie von dem Kontakt. Im Gespräch mit Linke habe es den nötigen „Klick“ gegeben. Ein gutes Gefühl brauche sie, und eine gute Galerie müsse es sein. Für Wolbeck schuf sie sogar neue Werke – darunter zwei Sylter Damen, mit den üppigen Formen, die ihr Werk prägen.

Weniger international ist Gisela Tinnermann aus Münster. Im Raum Münster hat sie häufig Einzelausstellungen gehabt, einmal in St. Tropez. „Ich weiß ja, dass Rudi Fred Linke nicht nur prominente Künstler ausstellt“. Aus ihrem vielseitigen Schaffen wählte Linke einige aus, alle extrem reduziert in Farben und Formen. Das liege ihr, so Tinnermann: Es lasse sie durchatmen, sei wohltuend. Hier auszustellen findet sie „phantastisch“.

Zwei ganz verschiedene Arten, Typographie mit kalligrafischem Einfluss zu verarbeiten, präsentiert die Galerie in neuen poetischen Aquarellen der zum zweiten Mal hier vertretenen Birgit Triptrap und erstmals in Werken von Conny Friedeler, beide aus Düsseldorf. Friedeler arbeitet mit Farbpigmenten auf Rotband, aus vielen Schichten und intensiver Arbeit mit Spachteln wachsen dreidimensionale Werke, Reliefs. Immer neue Sachen aus neuen Materialien entstehen zu lassen, das fasziniere sie.

Aus eigener Initiative hatte Egle Pakarklyte aus Litauen den Galeristen angesprochen. Ja, wenn sie etwas zum roten Faden Sylter Impressionen beitragen könne, hieß es. Sie schuf neue Werke und überzeugte Linke, sogar ein drittes Werke entstand in kurzer Zeit. Aufwändige Buntstift-Technik auf Papier lässt brillante Farben strahlen. Auch Linke selbst zeigt neue Gemälde – und überrascht mit einem Wechsel in andere Farben. Er habe so etwas wie seine „blaue Phase“, analysierte Dr. Jörg Bockow in seiner Einführung. Auf den drei Etagen der Wolbecker Galerie stößt man en passant auch auf Werke von Picasso, Dali, Chagal und Gustav Klimt.

Die Ausstellung „Sylter Impressionen und Freunde“ ist bis zum 25. August zu sehen.

 

Quelle: Westfälische Nachrichten 17-06-2013

Text & Foto: Andreas Hasenkamp