Ein Irrgarten für Neugierige

„Internationale Künstler der Galerie“ titelt die Ausstellung in der Rudi-Fred-Linke-Galerie, die am Samstag zur Vernissage viele Gäste anzog.

In der Galerie am Mühlendamm in Wolbeck haben Einzelne und kleine Gruppen ausgestellt, diesmal sind es 24 Künstler – „aus drei Erdteilen, neun verschiedenen Ländern, mit 120 Werken“. 24 ist sehr viel. Aber die Galerie verfügt über drei Etagen nebst Außenflächen und Linke ließ viele Zwischenwände aufstellen. „Bewusst als Irrgarten angelegt“, sagte Linke – so haben die Werke jedes Künstlers, Gemälde und Skulpturen, dann doch ihren eigenen Raum. Es sind eben, wie Linke gerne wirbt, „600 Quadratmeter Kunst“.

Einige Künstler waren schon früher dabei, manches ist ein Vorgriff auf kommende Ausstellungen mit jeweils nur einem Künstler. Etwa mit Alexander Zakharov oder Helmut Luckmann. Die ganz Großen sind vertreten, Dali und Picasso, dazu die Syrer Gamal Kalil und Bahram Hajou, Linke selbst mit einem „roten Zyklus“, sodann Luckmann, Zakharov,, Hugo Maritz, Ulrich Pätsch, Beuys-Schüler Hartmut Ritzerfeld, Frank Roters, Jacky Stappers, Birgit Triptrap, Siegfrid Zademack mit surreal-fotorealistischen Sujets, Gerd Bannuscher, Richard Brixel aus Schweden, Sergio Bustamante, Anne Espenkott, Elke Fontein, Dirk Gross, Peter Holdsworth, Angelika Jelich und Theora Krummel. Elf Künstler waren bei der Vernissage dabei, „Dali und Picasso konnten leider nicht“, spaßte Linke. Es gebe, sagte Dr. Jörg Bockow zur Eröffnung, „reichlich Anregungen und Anlässe für Gespräche“.

Künstler verschiedener Provenienz, Stilrichtung und Handschriften hingen nebeneinander, auch „Fangfrisches“ aus den USA und Südafrika, wohin Linke gereist sei. Diese Auswahl persönlicher Favoriten zeuge von der Offenheit und Neugier des Galeristen. So gesellt sich Abstraktes zu fotorealistischen Fantasien, Pop-Art zu Bildern, die „ganz offensichtlich vom Informel inspiriert wurden“, sagte Bockow. Im Irrgarten kann man nach Parallelen von Bannuscher und Zademack forschen, von Gross und Espenkott. Wer genau schaut, entdeckt auch eine „offizielle Fälschung“.

Zu sehen ist der reich bestückte „Irrgarten“ bis zum 9. Juni samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr sowie nach Absprache.

Foto:
Künstlern vor einer Skulpturen von Richard Brixel: Rudi Fred Linke (v.l.), Elke Fontein, Angelika Jelich, Helmut Luckmann, Alexander Zakharov, Dirk Gross, Richard Brixel, Siegfried Zademack, Gamal Kalil, Anne Espenkott, Theora Krummel.


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Quelle: Westfälische Nachrichten 21-04-2013

Text & Foto:  Andreas Hasenkamp