Turbulente Benefiz-Versteigerung
Finissage mit Otmar Alt

Mit einem ungewöhnlichen Kaffeeklatsch mit künstlerischem Einschlag und einer turbulenten Benefiz-Versteigerung endete am Samstag die Ausstellung „Die Welt ist bunt“ von Otmar Alt in der Rudi-Fred-Linke-Galerie am Mühlendamm in Wolbeck.

Versteigert wurde auf der dritten Etage ein Fitness-Ball mit Motiven und einem Spruch von Otmar Alt. Der Erlös sollte an die Clowns im Uniklinikum gehen. Einer von ihnen, Marcell Kaiser, leitete die amerikanische Versteigerung. Die entwickelte sich munter, es machte vielen einfach Spaß, einen Schein in den Hut zu werfen und den Ball für ein Weilchen in der Hand zu haben – bis schnell der nächste und die nächste den nächsten Schein in den Hut gaben. Der muntere Ablauf war nicht die einzige Überraschung. Der Künstler selbst spendete, viele mehrfach, bis das „... zum Dritten!“ erklang. Da war noch lange nicht Schluss. Der Gewinner reichte seinen Ball gleich wieder an Kaiser zurück – er möge ihn doch für die Kinder nutzen. Das nahm der Clown gerne an. Mit dem Zählen des Geldes war er noch nicht fertig – mehrere spendeten auch nach Ende der Auktion. Der Erlös der Spenden vom Kaffeetrinken kam noch dazu, dann rundete jemand auf: Nun gehen 600 Euro an die Klinikclowns, die sich durch Spenden finanzieren.

Zuvor hatten die Gäste eine als Torte geklonte Version von Alts Gemälde „Die große Versuchung“ gekostet, draußen unter dem Vordach der früheren Mühle. Dazu gab es Musik von Saxophonist Christoph Berndt, Stücke wie „New Bossa“ „Take The ‚A‘ Train“.

Die Resonanz sei erfreulich gewesen, resümierte der Galerist Rudi FredLinke, Auch der Verkauf stimmte. Es sei entgegen anderen Ansichten auch in Münster möglich, hochwertige Kunst zu verkaufen, so der Galerist. Das gebe neue Möglichkeiten. Eine davon ist die Förderung von Nachwuchskünstlern. Alt betonte, wie sehr er bei dieser Ausstellung das Menschliche schätzte. Er bilde mit Linke und Dr. Jörg Bockow „die drei Musketiere“. Zugleich sei es hier hoch professionell und mit viel Engagement zugegangen, freute er sich.



Quelle: Westfälische Nachrichten 15-04-2013

Text & Foto:  Andreas Hasenkamp